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Top-Start gegen Genf
Sm’Aesch Pfeffingen ging als Qualifikationsrunden-Zweiter und damit klarer Favorit gegen den Siebtplatzierten Genève in das erste Playoff-Viertelfinale am Samstagabend vor heimischer Kulisse. Nach einem Fehlstart der Baselbieterinnen (3:4) übernimmt das Team von Head-Coach Andi Vollmer das Zepter und geht mit einigen schönen Angriffspunkten rasch mit 15:6 in Führung und lässt sich bis zum von Lauren Barfield verwerteten Satzball nicht mehr aus der Ruhe bringen.
Mit dieser Ruhe ist es dann aber im zweiten Durchgang und dem damit verbundenen 0:5-Rückstand schnell vorbei. Es braucht jetzt dringend eine Reaktion und vor allem wieder die nötige Konzentration, denn bei den Gästen punktet jetzt vor allem die US-Amerikanerin und aktuelle Genève-Topskorerin Madeline Palmer. Und Capitaine Madlaina Matter und auch die Kanadierin Marie-Alex Bèlanger zeigen wieder, was sie draufhaben und gleichen das Skore aus (12:12). Doch just zu diesem Zeitpunkt ist es wieder vorbei mit der Leichtigkeit des Seins und die Genferinnen liegen erneut mit vier Punkten in Front (12:16), sodass Trainer Vollmer sein erstes Time-Out nehmen muss. Die Folge dieser Kurzbesprechung leuchtet danach mit einem 20:16 von der Anzeigetafel. Der Rest ist dann nur noch Form- und die 2:0-Satzführung wenig später Tatsache.
In einer der Satzpausen erklärt die seit zwei Wochen verletzte Livia Saladin, auf die Frage, was die Playoff-Zeit anders mache: "Die Qualifikation war nur die Vorbereitung und diente dazu sich einen guten Platz in der Rangierung zu sichern, um einen einfachen Gegner zu haben. Jetzt geht es darum, den Meistertitel zu holen. Jetzt geht es um alles." Und genau das zeigen die Volleyballerinnen von Sm'Aesch im dritten Satz.
Im dritten Satz dreht das Heimteam den Spiess in Sachen Blitzstart um und liegt nach den Aufschlägen der eingewechselten Passeuse Vilma Andersson mit 7:0 in Führung. Dieser Startschwung ist auch zugleich der Türöffner zum weiteren positiven Satzverlauf. Denn der Favorit lässt nichts mehr anbrennen und somit kommen auch die eingewechselten Martina Koch und Tabea Eichler zu einigen Winnerpunkten (20:9). Es ist dann Matter höchstpersönlich, welche den zweiten Matchball im gegnerischen Feld unterbringt und ihre Mannschaft mit einem guten Gefühl am Mittwoch zur zweiten Partie nach Genf reisen lässt.
Der Sieg bringt das Selbstbewusstsein zurück
Nach dem Spiel sagt die Capitaine: «Es ist schon viel besser gewesen, aber wir können immer noch eigene Fehler reduzieren. Aber wir haben schon viele gute Elemente dabei gehabt.» Das doch deutlich gewonnene Spiel gibt den Baselbieterinnen aber vor allem ein gutes Selbstbewusstsein: «Es ist nicht so einfach gewesen in der letzten Woche, weil wir wichtige Spiele verloren haben. Dann zweifelt man etwas, macht man das Richtige oder muss man etwas ändern. Und jetzt mal zu merken, hey, wenn wir es durchbringen, gewinnen wir zu zwölf und das gegen einen guten Gegner.»
Bei einem Sieg in der Calvin-Stadt am Mittwoch stünde Sm’Aesch Pfeffingen bereits im Halbfinale, wo der Gegner wohl Kanti Schaffhausen oder Franches Montagnes heissen würde, die sich in ihrer ersten Begegnung mit einem 3:0 trennten.
Sm’Aesch Pfeffingen – Genève Volley 3:0
Sätze: 25:15, 25:19, 25:11
Löhrenacker. – 290 Zuschauer. – SR Hefti/Sikanjic
Sm’Aesch Pfeffingen: Matter, Pierret, Saita (Libera), Bélanger, Van Rooij, Barfield, Duello; Blanchfield, Eichler, Andersson, Koch.
Genève Volley: Baccino, Klopfenstein, Palmer, Bielinski (Libera), Oseghale, Botkin, Lindberg; Gusetti, Rémy.
Bemerkungen: Sm’Aesch Pfeffingen ohne Wylie und Saladin (verletzt). Genève ohne Rusek und Larson (verletzt).