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Cornèrcard Cup Final: Volero Zürich - Sm'Aesch Pfeffingen: 3:0 (25:18; 25:19; 25:22) - Laura Künzler gewinnt den Swiss Volley Indoor Award 2017 "Best Swiss Player".

Paul Ulli (JM) 01.04.2017

Sm'Aesch Pfeffingen gewinnt im Conèrcard Cup mit einem tollen Spiel die SILBERMEDAILLE!


Foto: Christoph Jermann

Kein Sm'Aesch Pfeffingen-Wunder im Cupfinal
Vor stimmungsvoller Kulisse und trotz einer guten Leistung verliert Sm'Aesch Pfeffingen den Cupfinal in Fribourg gegen Volero Zürich erwartungsgemäss mit 0:3-Sätzen.
Von Paul Ulli, Fribourg.
Es war ein Start nach Mass für den klaren Aussenseiter in diesen Cupfinal. Mit einer gut aufgelegten Passeuse Tess von Piekartz und der in diesem ersten Satz mit einer hundertprozent Angriffsquote glänzenden Maja Storck (vier aus vier) lagen die Baselbieterinnen beim ersten technischen Time-Out mit 8:7 in Front. Doch es sollte noch besser kommen. Dank Punkten von Mittelblockerin Monika Smitalova und der starken Topskorerin Laura Künzler lautete der zwischenzeitliche Spielstand 13:11 zu Gunsten des Teams von Head-Coach Timo Lippuner. Doch genau in dieser Phase, als das Zürcher Ueberflieger-Team etwas schwächelte, machte sich bei Sm'Aesch Pfeffingen das verletzungsbedingte Fehlen der Estin Anu Ennok schmerzlich bemerkbar. Fünf völlig unnötige Fehler des Ennok-Ersatzes Ralitsa Vasileva brachten Volero Zürich in Führung, welche sie dank der jetzt kaum mehr zu bremsenden Foluke Akinradewo auch bis zum Schluss nicht mehr abgaben.
Gut, aber nicht gut genug
Auch im zweiten Satz zeigte das Birstal-Kombinat wenig Respekt vor dem Champions-League-Viertelfinalisten und zeigte, dass es auch gegen das mit Weltklassespielerinnen gespickte Team von Trainer Zoran Terzic jederzeit mithalten kann. Eine erfolgreiche Angriffsserie der Kubanerin Kenia Carcaces brachte dann aber in diesem Durchgang die Vorentscheidung (16:11). Das Highlight dieses Satzes gehörte aber der eingewechselten Madlaina Matter, welche den längsten und damit auch schönsten Punkt dieses Satzes im gegnerischen Feld unterbrachte. Doch diese Aktion änderte nichts mehr am 25:19-Satzgewinn für Volero.
Nach der kurzen Pause wollte es der Underdog aus Aesch aber nochmals wissen und hielt bis zum Spielstand von 7:7 erneut gut mit und kämpfte verbissen um jeden Punkt. Doch in den wichtigen und spielentscheidenden Phasen hatten Olesia Rykhliuk und Gabi Schottroff immer eine Lösung bereit und verwerteten die von Passeuse Bojana Zivkovic eingeleiteten Angriffe meist souverän. In der Schlussphase dieses dritten Satzes (15:20) kamen bei Sm'Aesch Pfeffingen dann auch noch Samira Sulser, die auch sogleich punktete, und Libera Alexandra Lorenz für Thays Deprati zum Einsatz und liessen es sehr zur Freude der rund 200 mitgereisten Sm'Aesch Pfeffingen Fans nochmals spannend werden (20:22). Doch ein Servicefehler von Künzler besiegelte die Niederlage und Volero feierte seinen 12. Cupsieg und den 180 Sieg in Folge auf schweizerischer Ebene in Meisterschaft und Cup. Trainer Lippuner war nach der Pokalübergabe schon beim Meisterschafts-Playoff-Halbfinal gegen Franches Montagnes und sagte zuversichtlich: "Mit einer solchen Leistung wie heute haben wir gute Chancen den Playoff-Final zu erreichen." Eine Sm’Aesch-Spielerin strahlte nach dem Spiel trotz Niederlage besonders, die holländische Zuspielerin Tess von Piekartz: "Dies war mein erster Cupfinal als Spielerin. Es hat richtig Spass gemacht, vor einer solchen Kulisse zu spielen. Schade nur haben wir keinen Satz gewinnen können."
Fribourg, St. Léonard. – 2450 Zuschauer. – SR Grellier/Loretan
Volero Zürich: Rabadzhieva, Rykhliuk, Popovic (Libera), Mammadova, Schottroff, Andrade Costa, Akinradewo; Carcaces, Orlova, Unternährer, Malkova, Lengweiler.
Sm'Aesch Pfeffingen: von Piekartz, Smitalova, Künzler, Storck, Deprati (Libera), Duarte, Vasileva; Sulser, Wenger, Matter, Lorenz (Libera).
Bemerkungen: Als beste Spielerinnen wurden Foluke Akinradewo (Volero) und Maja Storck (Sm'Aesch Pfeffingen) ausgezeichnet. Volero ohne Fabiola (verletzt), Karadayi und Malkova (überzählig). Sm'Aesch Pfeffingen ohne Ennok (verletzt).